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Eli Zaretsky
Psychoanalyse und politische Bewegungen
Eine Geschichte für das 21. Jahrhundert
1. Auflage 2021
, Pb.
29,90 €
ISBN 9783955583088

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Zaretskys Verständnis des politischen Freudianismus führt die beiden großen Themen des vergangenen Jahrhunderts – Totalitarismus und Konsumismus – zusammen. Theorien der Massenpsychologie und des Unbewussten erweisen sich unter seinem Blickwinkel als zentral für die Erforschung des Faschismus und des Holocaust, des afro-amerikanischen radikalen Denkens, insbesondere der Kämpfe um die Überwindung des Erbes der Sklaverei, der Aufstände in den 1960er Jahren sowie des Feminismus und der schwulen Befreiungsbewegungen in den 1970ern. Dass der politische Freudianismus seinen Einfluss weiterhin geltend macht, wurde auch durch das Freud-Bashing nicht verhindert. Vielmehr weist Zaretsky nach, dass der politische Freudianismus weiterlebt – in den Kulturwissenschaften, in der Gedächtnisforschung, in Traumatheorien im postkolonialen Denken, in Film- und Medienwissenschaften, Computerwissenschaften, in der Evolutionstheorie und sogar in der Ökonomie.

 
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